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McDonnell Douglas MD-11 (TFDi) · Erster Flug

Drei Triebwerke, ein PlanAblaufplan für deinen ersten TFDi-MD-11-Flug – Power-On bis Parking

Basierend auf der offiziellen TFDi-Design-Dokumentation (Quick Start Guide, Normal Checklist, Systems Guide). Der MD-11 ist kein Fly-by-Wire-Flugzeug wie der A220 — er hat eine klassische hydromechanische Steuerung mit elektronischer Unterstützung (LSAS). Vieles läuft hier deutlich automatisierter ab, als du es von anderen Mustern kennst: Ist der Flugplan im FMC, fliegt die Maschine den ganzen Rest praktisch von selbst.

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Vorbereitung

vor dem Start des Sims

Der MD-11 von TFDi ist stark automatisiert ausgelegt — die offizielle Anleitung nennt es selbst so: Ist der Flugplan im FMC programmiert und die Startleistung berechnet, "fliegt die Maschine von selbst zum Ziel". Für den ersten Flug lohnt es sich trotzdem, ein paar Dinge bewusst einfach zu halten.

  • Strecke: ein mittlerer Sprung mit echtem Reiseflug, 60–90 Minuten. Kurzstrecken lohnen sich beim MD-11 wenig — er ist ein Langstreckenflugzeug.
  • SimBrief-Account: in den EFB-Optionen den SimBrief-Benutzernamen hinterlegen. Das automatisiert Fuel/Payload/Flugplan-Import fast komplett — für den ersten Flug deutlich entspannter als alles manuell einzutippen.
  • Startzustand: Cold & Dark (kalt und dunkel, GPU angeschlossen) — Standardzustand beim ersten Laden. So lernst du den kompletten Power-On-Flow.
  • Wetter: ruhig, keine Vereisung — das Anti-Ice-System kommt später dran.
EFB nicht vergessen: Die Electronic Flight Bag sitzt an den Seitenfenstern und wird durch Klick auf den USB-Ladeanschluss ein-/ausgeblendet. Fast alles rund um Setup, Beladung und Performance läuft über sie.
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Power On & Vorbereitung

Battery/GPU · IRS-Start · Standby-Instrument

Stromversorgung

Drei Optionen, je nach Ausgangslage:

  • Batterie: BAT-Schalter klicken.
  • GPU: EXT PWR-Schalter klicken (Standardfall bei Cold & Dark).
  • Notfall: EMER PWR-Wahlschalter auf ARM.

IRS ausrichten

Alle drei IRS-Wahlschalter auf NAV — das startet automatisch auch den Cargo-Fire-Selbsttest (normal, keine Störung). Die Ausrichtung dauert danach rund 10 Minuten im Hintergrund.

Weitere Schritte

  • Notbeleuchtung scharf schalten (EMER LT auf ARM)
  • Positionslichter ein (NAV-Schalter)
  • Standby-Fluglageanzeige entriegeln: weißen Knopf drücken/drehen, bis sie sich auf den Horizont einpendelt — dabei gleich lokales QNH einstellen
Wichtig für später: Das IRS bekommt keine Streckenupdates. Gibst du bei der Ausrichtung eine falsche Position ein, fliegt das System den ganzen Flug mit diesem Fehler weiter — die Startposition also sorgfältig prüfen.
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Beladung

SimBrief-Import oder manuell

Weg 1: SimBrief (empfohlen für den ersten Flug)

Im Dispatch-Tab der EFB auf IMPORT FLIGHT PLAN. Die Übersicht zeigt danach SET PAYLOAD & FUEL — ein Klick überträgt Fuel und Zero Fuel Weight direkt aus SimBrief. Der Flugplan lässt sich von hier auch gleich ins FMC hochladen, was mehrere Setup-Schritte automatisiert.

Weg 2: Manuell

Im Payload-Tab der EFB: Kraftstoff von Hand eintragen, dann entweder Frachtgewicht + Passagierzahl/-gewicht wählen, oder direkt das Zero Fuel Weight (ZFW) setzen.

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FMC Setup

F-PLN INIT → Route → Weight Init → Perf

F-PLN INIT (Seite 1)

Beim Start öffnet sich das MCDU-Menü auf allen MCDUs automatisch.

  • Rechts: Start-/Zielflughafen als ICAO-Paar (Format EHAM/EGSS), Ausweichflughafen (EGCC), INITIALIZE IRS* zur Positionsausrichtung, Cost Index (z.B. 105).
  • Links: Flugnummer (TFD121), Reiseflughöhen inkl. Step-Climbs slash-getrennt (240/260/280, mindestens eine Höhe).

Aktiver Flugplan (ACT F-PLN)

Linke Taste an einem Wegpunkt öffnet das LAT-REV-Menü:

  • SID: vom Abflugflughafen aus im LAT-REV-Menü SID wählen — erst die Startbahn (filtert die SID-Liste), dann die passende SID. Mit *INSERT übernehmen.
  • Airways: am letzten SID-Wegpunkt erscheint eine AIRWAYS-Aufforderung — links die Airway, rechts den Austrittspunkt.
  • Direct-Wegpunkte: im Scratchpad eintippen, linke Taste zum Einfügen.
  • STAR: analog zur SID, wählbar vom Zielflughafen oder letztem Streckenwegpunkt aus.
  • Höhen-/Geschwindigkeitsrestriktionen: rechte Taste an einem Wegpunkt → VERT REV.

Weight Init

Über die INIT-Taste, dann → PAGE. Vier Klicks:

  1. BLOCK — aktueller Kraftstoff als Block Fuel
  2. TOGW — aktuelles Bruttogewicht minus Taxi-Fuel (FMC füllt ZFW automatisch)
  3. TOCG — aktueller Schwerpunkt als Start-CG
  4. ZFWCG — vorhergesagter ZFW-Schwerpunkt

Startleistungsrechner (EFB Perf-Tab)

Abflugflughafen füllt sich automatisch, Startbahn per Pfeiltasten wählen. Wind/Temperatur/Druck manuell oder per Klick automatisch abrufen. Standardeinstellungen: Schub FLEX (angenommene Temperatur für reduzierten Schub), Enteisung NONE, Klappen Optimum, Packs OFF. CALCULATE wird aktiv, sobald alle Felder ausgefüllt sind.

TO/APPR-Seite

Über die TO/APPR-Taste am MCDU-Keyboard: rechts Slope/Wind (0/0 bei EFB-V-Speeds) und Außentemperatur; links FLEX-Wert, Klappenstellung und V1/VR/V2 aus der EFB übernehmen.

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Vor dem Start

QNH · Speed/HDG/ALT-Fenster · APU
  1. Lokales QNH beidseitig über den BAROSET-Knopf auf dem ECP setzen.
  2. Speed-Fenster auf dem FCP: 250 kt oder VCL (von der TAKEOFF-PERF-Seite), je nachdem was höher ist.
  3. Runway-Heading im Heading-Fenster setzen; Knopf einmal ziehen.
  4. Anfangs-Steigflughöhe im Altitude-Fenster setzen.
  5. APU PWR im Overhead-ELEC-Panel klicken — startet automatisch die APU und schaltet den Generator zu; fährt nach Triebwerksstart automatisch wieder runter.
  6. GPU trennen: EXT PWR drücken.
  7. Dial-A-Flap auf die gewählte Klappenstellung setzen.
  8. Passagierzeichen auf ON.
  9. Bodenausrüstung entfernen (Services-Tab: GPU und Chocks).
  10. APU Bleed öffnen.
  11. Ein Zündsystem wählen (Ignition A oder B).
  12. Beacon Light ein.
  13. AUX HYD PUMP 1 ein.
Before Start Checklist (Auszug)
APUStart
FMSInitialized and Checked
Weights, Wind, Slope, Temp, V-SpeedsConfirmed
IRSNav and Aligned
Seat Belt SignOn
AUX HYD Pump 1On
Engine IgnitionA or B
Beacon LightOn
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Triebwerksstart

Reihenfolge: 3 → 1 → 2

Der MD-11 hat drei Triebwerke — Standard-Startreihenfolge ist Triebwerk 3, dann 1, dann 2. Pro Triebwerk:

  1. Zugehörigen ENG START-Schalter ziehen.
  2. N2-Anstieg beobachten.
  3. Bei 15 % N2: den zugehörigen Fuel-Cutoff-Hebel auf ON.
  4. Bei ca. 45–52 % N2 springt der ENG-START-Schalter selbstständig wieder rein (Anlasser trennt automatisch).

Wiederholen für die restlichen beiden Triebwerke. Stabile Idle-Werte danach etwa: N1 ≈ 20 %, EGT ≈ 400 °C, N2 ≈ 60 %.

Checkliste erwähnt außerdem: Öldruckanstieg beobachten, Zündung innerhalb ≤ 25 Sekunden bestätigen, EGT prüfen, Start-Valve-Schluss bei 45 % N2 verifizieren.
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Nach dem Triebwerksstart

APU Bleed zu · Flaps · Spoiler armieren
  1. APU Bleed schließen (leitet APU-Shutdown ein).
  2. Flap-Hebel auf die Dial-A-Flap-Raste setzen.
  3. Spoiler durch Klick auf den Hebel armieren.
  4. Autobrakes auf RTO.
  5. Trimm auf den Wert von der TAKEOFF-PERF-Seite setzen.
  6. Am FCP: NAV und PROF drücken.

Danach zur Startbahn rollen.

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Taxi & Vor dem Start

Lichter · Transponder · Konfig-Check
  1. Landelichter ein.
  2. High-Intensity-Lights ein.
  3. Transponder ein, auf TA/RA, Höhenübermittlung aktivieren.
  4. Grüne Box auf dem EAD bestätigt korrekte Startkonfiguration.
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Takeoff

ATS bei ~70 % N1 · VR 18–21° Pitch

Das FMC-Setup ermöglicht einen "vollautomatischen Start auf der geplanten NAV-Route entlang des vertikalen Profils" — trotzdem übernimmst du Rotation und Anfangssteigflug selbst:

  1. Autoflight einmal am FCP anklicken (armiert).
  2. Schubhebel langsam vorschieben; die Autothrottle (ATS) übernimmt bei ca. 70 % N1 (bzw. äquivalentem EPR).
  3. Bei VR: sanft auf 18–21° Pitch rotieren, Geschwindigkeit bei VFR halten (Autoflight/Flight Director unterstützen).
  4. Bei der Beschleunigungshöhe: Geschwindigkeitsziel springt automatisch auf 250 kt oder VCL.
  5. 10 kt über dem FR-Tag: Klappen einfahren. 10 kt über dem SR-Tag: Slats einfahren.
  6. Autopilot oberhalb 400 ft AGL zuschalten.
Falls die Autothrottle ungewollt im T/O-THRUST-Modus hängt oder manuell getrennt werden muss: ATS-Disconnect-Tasten an den Schubhebeln, beide AFS-OVRD-Paddles nach unten, oder die Autothrottle-Taste des Simulators (Standard SHIFT+R).
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Nach dem Abheben

Spoiler aus · Klappen auf 15°
  1. Spoiler entwaffnen.
  2. Autobrakes auf OFF.
  3. Landelichter aus.
  4. Dial-A-Flap auf 15°.

"Ab hier fliegt das Flugzeug automatisch zum Ziel" — so beschreibt es die offizielle Anleitung wörtlich.

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Climb & Cruise

Weitgehend automatisch

Der MD-11 folgt seinem vertikalen Profil selbstständig. Deine Aufgabe in dieser Phase ist vor allem Überwachen: EICAS/EAD auf Meldungen im Blick behalten, ATIS des Zielflughafens abholen, sobald Empfangsreichweite besteht.

Farbcode auf den Anzeigen: Pink = FMS-gesteuert, Weiß = FCP-Werte, Grün = Autoland-Annunciatoren (LOC, GS, DUAL LND).
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Vor dem Sinkflug

Landeklappe wählen · Minima setzen
  1. Höhenfenster herunterdrehen — das Flugzeug sinkt automatisch am Top of Descent.
  2. Landeklappenstellung über die Approach-Perf-Seite (TO/APPR-Taste) bestimmen — Flaps 50 ist für den Anflug wählbar.
  3. Minima auf dem ECP setzen.
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Sinkflug & Anflug

ILS-Autotune ~25 nm · APPR/LAND

Das Flugzeug folgt dem vertikalen Profil nach unten; die FMS-Geschwindigkeitsführung hält Economy-Speed bzw. Streckenrestriktionen. Auf dem Weg zur Anflugbahn reduziert das FMS die Geschwindigkeit stufenweise — jeweils ein guter Moment, um Slats/Flaps auszufahren.

Bei ILS-Anflügen stimmt das Flugzeug die Frequenz automatisch ab, etwa 25 nm vor der Bahn. Nach Erfassen des Lokalizers: APPR/LAND drücken — aktiviert die Anflug-Automatik (fängt LOC und Gleitpfad ein).

Landekonfiguration

  1. Fahrwerk raus, Klappen auf 35° oder 50° (je nach Wahl).
  2. Spoiler armieren.
  3. Autobrake (ABS) auf MIN, MED oder MAX.
  4. Grüne Box auf dem EAD bestätigt korrekte Konfiguration.
Before Landing Checklist (Auszug)
GearDown
Flaps/SlatsAs required
SpoilersArmed
Missed Approach AltitudeSet
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Landung

Idle bei ~50 ft · Flare bei ~40 ft

Die offizielle Anleitung formuliert es so: "Die Landung des MD-11 kann kniffelig sein" — mit diesen Schritten soll sie sicher und dennoch fest genug ausfallen:

  1. Autopilot trennen.
  2. Dem Flight Director die ILS- oder NAV/PROF-Führung nach unten folgen (Autothrottle kann dabei aktiv bleiben oder getrennt werden).
  3. Bei ca. 50 ft: Schubhebel langsam auf Idle (die Autothrottle macht das automatisch, falls noch aktiv).
  4. Bei ca. 40 ft: langsam und sanft abfangen (Flare), ohne den Sinkflug komplett zu stoppen — sorgt für ein festes, rechtzeitiges Aufsetzen.
  5. Nach dem Aufsetzen: Umkehrschub einsetzen. Bei Achsensteuerung auf die Bestätigung der Umkehrschub-Entfaltung auf dem Triebwerks-SD warten, bevor über Idle hinaus erhöht wird.
  6. Bugrad abrotieren — die Autobrakes (ABS) brauchen Bugrad-Bodenkontakt, um voll zu funktionieren (anfangs ggf. leichter Vorwärtsdruck am Steuerhorn nötig).
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Nach der Landung

Spoiler ein · Trimm 3.0 ANU
  1. Spoiler einfahren.
  2. Klappen und Slats einfahren.
  3. High-Intensity-Lights aus, sobald die Bahn verlassen ist.
  4. APU starten (APU GEN klicken).
  5. Trimm auf 3,0 Einheiten nose-up setzen.
  6. Flugplan über INIT am MCDU-Keyboard löschen.
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Parken

Fuel-Switches OFF · APU aus
  1. Parkbremse setzen.
  2. Triebwerke über die Fuel-Switches (OFF) abstellen.
  3. Beacon-, Lande- und Taxi-Lichter aus.
  4. Bodenversorgung anschließen (GPU, Chocks).
  5. EXT PWR zuschalten.
  6. APU über APU GEN abstellen.

Jetzt kann ausgestiegen werden.